Thale, die sagenumwobene Stadt am Rande des Harzes

Thale schmiegt sich an den nördlichen Harzrand. Der Ursprung der Stadt, die 1922 das Stadtrecht erhielt, geht weit in die Geschichte zurück.
Der Hexentanzplatz und die gegenüberliegende Roßtrappe gehören zu den Wahrzeichen des Harzes. Hier führten Menschen der Urgemeinschaft ihre Kulthandlungen durch. Seit 936 ist in der Nähe des Weiberborns das Kloster Wendhusen urkundlich nachweisbar.
zu den Sagen des Hexentanzplatzes und der Roßtrappe

Ein ausgedehntes Wanderwegnetz umgibt die Stadt. Den Spuren von Goethe, Fontane und Eichendorff folgend, kann man an der Bode entlangwandern. Waldbedeckte Felswände, kahle Halden an den Hängen und steile Schluchten, in denen das Wasser der Bode rauscht, lohnen des Wanderers Mühe:

- im Bodetal, vorbei am Bodekessel
   nach Treseburg
- auf dem Wanderweg zur Roßtrappe
- über die Jungfernbrücke und den
   Hirschgrund hinauf zum Hexentanzplatz

Das Bodetal ist berühmt für seine steilen Felsschluchten, auf deren Grund das klare Wasser der Bode ins Tal schäumt. Im Bodetal ist eine fast beispiellose Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Es beherbergt heute noch Waschbären, Wildkatzen und Mufflons. Im Tierpark auf dem Hexentanzplatz können Sie mehr als 100 heimische Tierarten, welche dort ein artgerechtes und sicheres Zuhause haben, beobachten.

Das Harzer Bergtheater Thale, die älteste Naturbühne Deutschlands, feierte in der Sommerspielzeit 1993 sein 90jähriges Bestehen. Am 8. Juli 1903 wurde das Bergtheater, damals "Grüne Bühne" genannt, eröffnet. Von 1926 bis 1932 erlebte es eine seiner glanzvollsten Zeiten. Unter dem Nationalsozialismus wurde die Naturbühne 1937 geschlossen. 1945 begann der Wiederaufbau mit der Gründung der Städtischen Bühnen Quedlinburg. Ab 1963 wurde vom Volkstheater Halberstadt auch wieder Musiktheater mit großem Erfolg gespielt. Das Harzer Bergtheater ist heute eine Spielstätte für Opern, Operetten, Schauspiele, Kinder- und Jugendstücke.