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Friedrichsbrunn
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Gemeinde Friedrichsbrunn
Der Preußenkönig lieferte zum Ort die passende Legende:
Im Jahr 1754 soll er mit seinem Gefolge am hiesigen "Ungetreuen Brunnen gerastet haben. Den Kurzaufenthalt behielt er in so guter Erinnerung, daß er 1773 der Errichtung einer Waldkolonie zustimmte.
Dieses Kolonistendort trug dann mit allergnädigster Genehmigung ab 1775 fortan den Namen Friedrichsbrunnen.
Entstanden aus dem 1774/75 gegründeten preußischen Kolonistendorf lebten die Einwohner damals als Holzfäller, Steinhauer, Köhler und Stockmacher. Ab 1870 begann der Weihnachtsbaumhandel bis Berlin und Hamburg.
Um die Jahrhundertwende entwickelte sich im Ort bereits eine bescheidene Sommerfrische.
Aus dem ehemaligen Kolonistendorf wurde ein Kurort. In der ältesten Privatpension befindet sich das bedeutendste Skimuseum des Ostharzes. verbunden mit dem Heimatmuseum des Ortes.
Das voralpine Reizklima, die harztypische Landschaft und die herbromantische Schönheit der Umgebung bieten ideale Erholungsmöglichkeiten für "Gesunde und Kranke".

01 Altbergbaugebiet "Schlackenborn"

Oberflächenabbau (Pingen), Beginn und Einstellung unbekannt
Teil der Treseburger Gangführung Erzvorkommen: Kupferkies Ausdehnung ca. 350 m von SO nach SW

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02 Altbergbaugebiet "Taubentränke"
Oberflächenabbau (Pingen), Beginn unbekannt Teil der Treseburger Gangführung Erzvorkommen: Brauneisenstein, Schwefel- und Kupferkies, Flußspat ab 1686 Nachweis des Abbaus - Gründung des Hüttenwerkes
Thale Gruben des Tiefbaus: ab 1861 Grube "Friedrich Wilhelm" bis 1862 Grube "Anna" ab 1869 Grube "Prinz Kari" 1938 endgültige Einstellung des Erzbergbaus.

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03 Grube "Glückauf Tiefenbach“
Inbetriebnahme Ende des 17.Jahrhunderts Hauptbetriebsperiode endet 1861 Erzgewinnung (Schwefelkies, Kupferkies) für das 1686 gegründete Hüttenwerk Thale Hauptschacht „Max" Teufe insgesamt 42 Meter.
5 Sohlen mit unterschiedlicher Einzellänge und einer Gesamtsohlenlänge von 237 Metern.
Schacht "Johanna" diente hauptsächlich der Hebung und Abführung der zusetzenden Wasser (Grund- und Sickerwasser)

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04 Grube "Friedrich Wilhelm" und "Prinz Kari"
Beide Gruben liegen dicht beieinander (ca.15 Meter) ohne dabei durchschlägig zu sein. Der Bergbau in diesem Gebiet wird erstmals in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erwähnt. 1861 erfolgte eine Feldesverleihung bei der Grube "Friedrich Wilhelm" auf Kupferkies. Es wurde ein Schacht von ca. 37 Meter Teufe, der ab 5 Meter unter der Rasenoberkante tonnlägig ist, abgeteuft.
In der Nachbargrube "Prinz Kari" wurden 1937/38 von dem 15 Meter tiefen Schacht 12 Meter aufgewältigt. Eine Analyse aus einer Teufe von 10,7 Meter erbrachte beim Schwefelkies einen Goldgehalt von 4 Gramm pro Tonne.
Die letzten bergmännischen Untersuchungen (Schürfe und geophysikalische Messungen) erfolgten 1957 bis 1958.

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05 Grube Anna
Die Grube wird in der Literatur auch als Eisenstein- und Flußspatgrube bezeichnet. Die erste Abbauperiode war bereits 1862 beendet. Die zweite Abbauperiode auf Eisenerz begann 1869.
1907 wurde die Wasserleitung von Friedrichsbrunn an das Grubengebäude angeschlossen. Es wurden kieseliges Brauneisenerz, sowie Flußspat, Schwefelkies und Kupferkies angetroffen.
Das Ganggebiet wurde auf einer Länge von etwa 250 Meter nachgewiesen. Von 1937 bis 1938 und von 1957 bis 1958 fanden nochmals Untersuchungsarbeiten, jedoch ohne größere Erfolge statt. Nach alten Aktenunterlagen soll der Schwefelkies stellenweise goldhaltig gewesen sein.

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06 Große –Radstube bzw. Radkammer
Standort des Kunstrades zum weiteren Betrieb des Feldgestänges und der Hubsätze durch den "Krummen Zapfen" (einer Kurbel vergleichbar) wird die drehende Bewegung des Wasserrades in die hin- und hergehende Bewegung des Feldgestänges umgewandelt, wodurch die Hubsätze Wasser aus den Schächten abpumpen.
Wasserführung über den "Kunstgraben" zur Radstube für den Antrieb des Kunstrades Wasserabfluß über Graben zum Tiefenbach

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07 Kunstgraben bzw. Aufschlaggraben
Künstlich angelegte Gräben dienten der Wasserführung für den Betrieb des "Kunstgezeuges"
Aufbau des Kunstgrabens:
- Grabenwände bestehen aus Trockenmauerung mit dahinter liegender Abdichtung aus "Rasenhaupt" und "Dammerde"
- Grabensohle besteht aus zu bis 30cm dicker, gestampfter Tonschicht
- Zur Verhinderung von Verschmutzung und Verstopfung oder Vereisung wurde der Graben oft mit Holzstämmen, Steinplatten oder Reisig abgedeckt
- Wasseraufkommen lieferten die Bäche des "Schlackenborns" und der "Taubentränke“.

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