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Thale
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Stadt Thale
Die Stad Thale verdankt ihren Namen dem Felsental der Bode ,''To dem Dale" das heißt dem Tal zugehörig, so hieß der Ort bereits im frühen Mittelalter.
Das ausgedehnte Naturschutzgebiet südwestlich von Thale gilt als die "Perle des Harzes". Die einzigartige Geologie dieser Schlucht faszinierte schon Goethe.
Die touristische Erschließung des Bodetals begann erst 1818 mit der Anlage eines "Geröll- und Fußsteiges" bis in den Hirschgrund, der 1865 bis Treseburg verlängert wurde. Nachdem die preußische Regierung bereits 1899 den Schutz des Bodetals verordnet hatte, wurde die Felsenschlucht am 5.3.1937 auf Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes zum "Naturschutzgebiet Bodetal im Harz" erklärt.
Für die meisten Touristen ist Thale Ausgangspunkt für Wandertouren durch das Bodetal, für erlebnisreiche Ausflüge auf den Hexentanzplatz und die Roßtrappe oder zum zweitältesten Naturschutzgebiet Deutschlands zur "Teufelsmauer", einer bizarren Felsformation aus der Urgeschichte des Harzes. Die Felsengruppe der Roßtrappe und des Hexentanzplatzes sind durch einen Sessellift bzw. einer Schwebebahn zu erreichen. Sie überragen das Bodetal um 250 m. Die 1901 am Rande des Hexentanzplatzes errichtete "Walpurgishalle" zeigt Gemälde des Malers Hermann Hendrich mit Darstellungen zum Hexensabbat. In unmittelbarer Nähe des Museums befindet sich Deutschlands traditionsreichste Naturbühne – das Bergtheater zu Thale und der Tierpark, welcher ca. 70 heimischen Tierarten des Harzes ein artgerechtes und sicheres Zuhause bietet. Die 15000 Einwohner zählende Gemeinde hat mit dem Kloster Wendhusen einen über 1100 Jahre alten Schatz der lange und kaum beachtet am Rande der Stadt vor sich hin schlummerte. Wendhusen – damals "Winitohus" - wurde 840 Benediktinerinnenkloster, das im Laufe der Geschichte mehrfach geplündert und ausgeraubt wurde. Heute wird der Wendhusen - Komplex saniert und den Besuchern wieder zugänglich gemacht.

01 Braunkohlen - Grube Gewerkschaft Germania I &II
Das Bergwerkseigentum (Muthung) zum Abbau von Braunkohlen wurde der Gewerkschaft Germania am 8.5.1877 verliehen. Hauptanteile hatten der Roßtrappenwirt Sonntag und der Förster Grane - Krause zu Timmenrode. Die zunächst im Tagebau (gegenüber dem Gasthaus "Zum Rübchen") abgebaute Kohle wurde mit Pferdefuhrwerken abgefahren und in der Hauptsache im Eisenhüttenwerk verbrannt. Im Jahre 1886 wurde der Betrieb eingestellt. Die Neugründung erfolgte im Jahre 1895 unter dem Namen: Braunkohlen - Grube Gewerkschaft Germania I & II der "Gewerkschaft Badenhardt St. Goar" bei Thale am Harz. Mit der nun folgenden Betriebszeit bis 1923 wurden in 2 Tagebauen und in 15 Schächten mit 8 Sohlen bis zu einer Tiefe von 30 m insgesamt ca. 487000 t Kohlen abgebaut.

 


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